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Unsere gut ausgebildeten Feuerwehrleute sind für ihre Aufgaben hervorragend gerüstet, jedoch:
Fast jeder Feuerwehrangehörige hat auch schon mal Situationen erlebt, die nach dem Einsatz und geleisteter Hilfe nur schwer zu verkraften waren, sei es bei einem besonders schweren Verkehrsunfall, bei Brandfällen oder anderen Unglücksfällen. Des Öfteren stehen die Einsatzkräfte hilflos daneben, wenn all ihr Können und fachliches Wissen die schreckliche Folgen des Ereignisses nicht verhindern konnten, und oftmals gehen die Feuerwehrleute nach der Einsatznachbesprechung nach Hause und können die erlebten Bilder nicht im Feuerwehrhaus zurücklassen, sie holen sie immer wieder ein.
Die Verarbeitung von schlimmen Ereignissen erfordert Mut, professionelle Begleitung und große Kraftanstrengungen.
Feuerwehrseelsorger sind geschult, Feuerwehrleute in ihrem Dienst zu begleiten und bei der Verarbeitung und Bewältigung von einschneidenden Einsätzen Hilfestellung zu leisten.
Im Unterschied zur Notfallseelsorge oder der Krisenintervention (Betreuung von Opfern, Zeugen, Hinterbliebenen) ist die Feuerwehrseelsorge ausschließlich für die Einsatzkräfte der Feuerwehr zuständig. Als „Fachberater Seelsorge“ stehen diese Seelsorger im aktiven Dienst den Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr als professionelle Begleiter nach Einsätzen zur Verfügung. Aber auch für private Sorgen und Nöte der Feuerwehrangehörigen haben die Feuerwehrseelsorger ein offenes Ohr, getreu dem Leitsatz: „Wer für andere durch`s Feuer geht, den lassen wir nicht alleine.“

Die evangelische Pfarrerin Angelika Ludwig ist seit 2001 hauptberuflich Krankenhausseelsorgerin im Neusser Lukaskrankenhaus. Daneben beschäftigt sie sich seit 1999 mit dem Thema „Seelsorge in Extremsituationen“.
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